Unsere vielseitige Arbeit an diesen Orten orientiert sich konkret an den Belangen unserer Bewohner*innen: Wir verstehen uns als deren Interessenvertretung in einem ihnen fremden Kulturkreis. Da unsere Hilfe eine Hilfe zur Selbsthilfe sein soll, konzentrieren wir uns auf Bewohnende, die sich durch Bürokratie und Alltagskultur in Deutschland noch nicht souverän bewegen.

Mit insgesamt 380 Wohnplätzen und unseren mobilen Fachkräften (der ASA) stellt die DSD eine unverzichtbare Lebens- und Versorgungsgrundlage für Neuankömmlinge und einen wirtschaftlichen Grundpfeiler der Unternehmenslandschaft des Landkreises dar.

Wir betreuen und beraten asylsuchende Menschen, die der Unterkunft in Wernsdorf oder Körbiskrug bzw. dem Verbund in Wildau von dem Landkreis zugewiesen werden. Praktisch bedeutet das zunächst eine individuelle Unterbringung: Eigenheiten wie die ethnische Herkunft, die Religion und das Geschlecht werden genauso berücksichtigt wie der besondere Schutz, den Familien genießen. Neue Bewohner werden in unseren Einrichtungen mit allem ausgestattet, was sie zum täglichen Leben benötigen und befähigt, gut in eine zielgerichtete Interaktion zu treten. Dazu gehört auch eine Sicherstellung der finanziellen Grundversorgung. Hierbei arbeiten wir eng mit dem Landkreis zusammen.

Für unsere Bewohnerschaft stellt die soziale Unterstützung unseres Fachpersonals einen Zugang zum Gemeinwesen her und einen wichtigen Pfeiler bei behördlichen Anliegen, der Beschulung von Kindern und bei der Bewältigung psychosozialer und familiärer Schwierigkeiten dar.

So divers, wie die einzelnen Erfahrungen der neuen Gemeindemitglieder sind, so breitgefächert ist unsere Vernetzung zu Institutionen sozialer, kultureller und vor allem lokaler Art: Wir vermitteln an Kinderbetreuungsstellen, an Beratungsstellen oder Angebote und Hilfen in besonderen Lebenslagen und organisieren Sprachkurse, Arbeit, als auch das Zusammenleben teils sehr unterschiedlicher Menschen vor Ort. Dazu gehört auch die Unterrichtung der Bewohner*innen über ihre Situation in der BRD oder die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung, beispielsweise, wenn jemand keinen Krankenversichertenschutz hat oder selbstständig keine passende ärztliche Betreuung veranlassen kann. Genauso unterstützen wir bei dem Stellen passender Anträge. Wir vermitteln zwischen Behörden und dem Individuum, sorgen für ein beidseitiges Verständnis oder erklären und begleiten sachgerecht nötige Schritte, beispielsweise bei der Pflichterfüllung gegenüber dem deutschen Staat.

Die Sozialarbeit mit Geflüchteten, die für das Fachpersonal von DSD Berufung und Passion ist, ist mehr als eine Übergangsbleibe für Durchreisende: Wir sind ein Tor in die Zukunft eines fassettenreichen Landes und ein Hafen für Menschen, die Halt und Orientierung brauchen.

Unsere tägliche Arbeit in Stichpunkten:

  • Hilfe bei der materiellen Absicherung, bei Arbeits- und Wohnungssuche

  • Beratung in behördlichen Angelegenheiten bzw. Weitervermittlung an die entsprechenden Fachstellen

  • Hilfe bei der Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren

  • Unterstützung bei der Artikulation von eigenen Anliegen von Geflüchteten

  • Begegnungsmöglichkeiten schaffen

  • Konfliktprävention und Konfliktmoderation im Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereich

  • Erhalt der Gesundheit und Prävention

  • Vernetzung und Kooperation

  • Zielvereinbarung und Hilfeplanung

  • Monitoring der Leistungserbringung (als erbringende und erhaltende Partei)

  • Perspektiv- und Rückkehrberatung

  • Auswertung

Die Bewohnenden

unserer Einrichtungen in Körbiskrug, Wildau und Wernsdorf sind Asylantragstellende und damit Migrant*innen nach dem Asylgesetz. Sie kommen aus den verschiedensten Nationen, darunter Hochrisikogebiete wie Syrien, Eritrea, dem Iran oder dem Irak. Sie kommen aus Erstaufnahmestellen oder aus anderen vorläufigen Unterbringungen zu uns. Die Unterkünfte der DSD GmbH fungieren als vorläufige und als Anschlussunterbringung. Wir beherbergen Alleinreisende und haben auch das Glück Kapazitäten für große Familien zu haben.

Ein Wort zu unserer Motivation:

Für uns ist es ein humanitärer Grundsatz, in Not geratenen Menschen Aufenthalt und Schutz zu gewähren - wie das Wort Asyl ursprünglich beschrieb. Daher begrüßen wir die politische Idee des Art. 16 a Abs. 1 im Grundgesetzbuch und sehen unsere Aktivität als Beitrag zur Entwicklung einer offenen Gesellschaft, mit einem weiten und bunten Horizont. Was die DSD GmbH motiviert, sich neben vielen anderen sozialen Dienstleistungen auch Asylbewerbenden anzunehmen, ist Empathie für Mitmenschen, wie sie uns jetzt und hier begegnen, Kommittent und der Glaube an Werte von Gemeinschaft und Nächstenliebe.

Erst durch unsere Arbeit kommt Deutschland internationalen und rechtlichen Verpflichtungen wie der Genfer Konvention nach, auf die sich dieses Land demokratisch geeinigt hat. Die Ziele der Regierung, die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten zu pflegen und Schutzbedürftige zu integrieren, setzen wir um, indem wir im Sinne des Gemeinwohls Grundbedürfnisse decken, ein Minimum an Lebensstandard erhalten und uns um notleidende oder gefährdete Menschen sorgen. Die DSD ist ein wichtiges Bindeglied zur Koordinierung von Land und Kommune.

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